WM Oslo | Landertinger und Eder holen Silber und Bronze im Einzel!

12341063 781807758595901 4480548843552328485 nGrandioser Tag für Österreichs Biathlonsport! Dominik Landertinger und Simon Eder haben beim WM-Einzelbewerb über 20 Kilometer die Silber- und Bronzemedaille gewonnen. Den Grundstein für die Medaillen legten beide mit einer makellosen Schießleistung. Gold ging zum vierten Mal bei diesen Titelkämpfen an der Franzosen Martin Fourcade, der trotz einer Strafminute im Ziel 5,1 Sekunden vor Landertinger lag.

0-0-0-0, ein Schussbild, welches sich jeder Athlet erträumt, ist heute für das ÖSV-Team gleich in doppelter Ausführung Wirklichkeit geworden. Sowohl Dominik Landertinger, als auch Simon Eder gelang am Schießstand das perfekte Rennen. Nach je zwanzig Volltreffern durften sich der 27-jährige Tiroler und der 33-jährige Salzburger über Silber und Bronze beim Einzelbewerb am Holmenkollen freuen. Noch besser war heute nur Martin Fourcade.
Der Franzose musste im ersten Stehendanschlag zwar eine Strafminute in Kauf nehmen, zeigte auf der Loipe aber eine unglaubliche Leistung. Am Ende siegte Fourcade 5,1 Sekunden vor Landertinger und 14,4 Sekunden vor Eder. Während es für Landertinger nach WM-Gold im Massenstart 2009 (Pyeongchang) und Olympia-Silber im Sprint 2014 (Sotschi) bereits die dritte Einzelmedaille war, durfte sich Eder erstmals über eine Einzelmedaille freuen. David Komatz (3 Fehler) und Julian Eberhard (6) belegten die Plätze 41 und 58.

*** Stimmen ***

Dominik Landertinger: „Silber ist unvorstellbar, traumhaft. Ich bin einfach nur glücklich. Wahnsinn, das war das perfekte Rennen. So etwas an so einem Tag zu schaffen, ist natürlich genial. Beim ersten Schießen hatte ich Glück, da waren auch Randtreffer dabei. In der ersten Runde habe ich stark angefangen, im weiteren Rennverlauf dann etwas Tempo rausgenommen. Am Ende habe ich dann extrem draufgedrückt, wirklich alles herausgeholt. Ich war komplett am Limit. Ich hatte auch super schnelle Ski, ein großes Dankeschön an die Serviceleute. Ich weiß nicht, wo ich heute noch irgendetwas hätte herausholen können. Schneller kann ich nicht laufen. Die Silbermedaille ist wie gesagt ein Traum und ich freue mich, dass mit Simon ein weiterer Österreicher eine Medaille holen konnte. Ihm gönne ich es extrem, er war bei Großereignissen schon oft Vierter."

Simon Eder: „Das ist der schönste Tag in meiner Karriere. Ich kann es noch gar nicht realisieren. Am Anfang war ich angefressen, weil ich mit Nummer 18 im Ziel schon wusste, dass die Einzel-Kugel weg ist. Ich war mir sicher, dass da noch wer vorne reinläuft und ich Vierter oder Fünfter werde. Dass es jetzt mit der Medaille geklappt hat, ist unglaublich. Ich habe so lange auf eine Einzelmedaille hingearbeitet. Damit ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Da kann ich es auch leicht verkraften, dass es sich für die Kugel knapp nicht ausgegangen ist, auch wenn ich jetzt schon zum vierten Mal Zweiter im Disziplinen-Weltcup bin. Ich habe insgesamt schon schnell geschossen, liegend aber doch Tempo rausgenommen, um noch mehr Kontrolle zu haben. Der Schlüssel des Erfolges war heute die richtige Mischung. In jeder Hinsicht. Ich war zwar angespannt, aber nicht so nervös, wie beim Sprint. Und ich habe schnell, aber eben nicht zu schnell geschossen. Während des Rennens gehen einem natürlich viele Dinge durch den Kopf. Wichtig war, dass ich in den 30 Sekunden auf der Schießmatte immer hundertprozentig fokussiert war."

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